Honorare & Preise berechnen als Freiberufler/Blogger 2018: Das ist deine Arbeit wirklich wert!

Erinnerst du dich noch an meinen Artikel über Honorare bei Bloggern? Der Post ist vor anderthalb Jahren online gegangen und hat damals für suuuuper viel Diskussion in der Blogger-Szene gesorgt. Klicke hier, um ihn nachzulesen.  Jetzt, 2018, sehen die Dinge ganz anders aus und ich dachte mir, ich könnte dir mal ein aktuelles Update meiner derzeitigen Einkommenssituation geben.

In meinem Podcast habe ich meine komplette Einkommens-Geschichte für dich zusammengefasst: Von der 450€ Minijobberin, hin zur Hobbybloggerin mit nettem Nebeneinkommen bis zur Vollzeitbloggerin mit mehreren Mitarbeitern.

Klicke einfach unten auf den Play-Button und hör’ dir meinen Podcast an:


Pssst… meinen  Podcast kannst du übrigens auch über Spotify und iTunes anhören und abonnieren. Klicke einfach hier:

>> Mein Podcast auf Spotify

>> Mein Podcast auf iTunes

Über eine positive Bewertung auf iTunes freue ich mich übrigens immer sehr! <3

Für die Ungeduldigen habe ich die Inhalte meines Podcasts nochmal kurz und knackig zusammengefasst… es lohnt sich aber wirklich, auch mal in den Podcast reinzuhören, weil ich dort sehr viele persönliche Business-Erfahrungen mit dir teile.

Honorare & Preise als Blogger und Freiberufler richtig festlegen

Wie viel verdiene ich momentan mit meinem DIY Blog? Das ist DIE Frage, dir mir wohl am häufigsten gestellt wird. Ganz genau kann ich das natürlich nicht auf den Monat herunterrechnen, da mein Einkommen sehr stark variiert. Mal kommen einen Monat keine Aufträge (Sommerloch), mal werde ich mit Anfragen überschwemmt.

Du erinnerst dich vielleicht noch an meinen Honorar-Artikel vor anderthalb Jahren. Dort habe ich folgendes Preisbeispiel meines DIY Blogs vorgestellt:

“Der Preis für einen Blogpost setzt sich nun aus folgenden Punkten zusammen:

  • Arbeitszeit von 6 Stunden à 80€ = rund 500€
  • Materialkosten: Variabel
  • Social Media Promotion (Instagram, Facebook und Pinterest): Pauschal 200€
  • = ab 700€ für einen Blogpost inkl. Social Media Promotion”

Momentan sehen die Zahlen ganz anders aus. Mein DIY Blog “CaroDIY” hat sich mittlerweile zu einem der größten und reichweitestärksten DIY Blogs entwickelt und nicht nur das: Mein Blog besitzt ein ausgefeiltes Branding, die Inhalte haben eine hohe Qualität und die Community ist treu und aktiv. All diese Faktoren haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass ich meine Honorare immer weiter angehoben habe und mittlerweile nur noch mit wenigen, exklusiven Partnern zusammenarbeite, die zu meinem Image passen.

Grob gesagt sehen meine Honorare momentan (Herbst 2018) folgendermaßen aus:

  1. Preis für einen Blogpost inkl. Social Media Promotion: 2.500-3.000€
  2. Preis für ein Instagram-Posting: 500-600€
  3. Preis für ein YouTube Video: Ab 4.500€

Wichtig ist, dass alle Preise abhängig vom Arbeitsaufwand berechnet werden. Das heißt, dass wir mit einem Aufschlag rechnen, wenn eine DIY Idee sehr zeitaufwendig ist. Abgesehen von den reinen Werbeeinkünften erziele ich über meinen DIY Blog noch Einkünfte mit Content-Erstellung für große Kunden (z.B. für Kusmi Tee). Wenn ich alles zusammenrechne, erziele ich pro Monat ungefähre Einnahmen zwischen 5.000 und 8.000€. Wie gesagt, diese Einnahmen sind auf den Monat verteilt gerechnet, bei großen Aufträgen kann es auch vorkommen, dass ich deutlich höhere Einnahmen erziele. Von diesen Einnahmen ziehe ich noch die Kosten für Mitarbeiter, Tools, Equipment usw. ab. Zu diesem ersten Einkommen über meinen Blog addiere ich dann noch die Einnahmen über meine Online-Kurse und Coachings hinzu.

Der Schlüssel zu hohen Honoraren

Eigentlich ganz einfach: Je besser deine eigene Arbeit und je ausgefeilter dein Branding, deine Nische und dein Unique Selling Point (= deiner Besonderheit) ist, umso höher sind deine Honoare. Warum? Weil du dich damit von der Konkurrenz abgrenzt und du es schaffst, dass der Kunde NUR DICH und niemand anderen will. Und dafür auch ein höheres Honorar bezahlen wird. Das habe ich mit meinem DIY Blog sehr schnell geschafft, indem ich meine Inhalte und meine Besonderheit immer weiter verbessert habe.

Professionelles Auftreten ist ein Muss!

Dieser Faktor ist ebenfalls fast selbsterklärend, wenn man ein bisschen darüber nachdenkt: Professionelles Auftreten ist ein absolutes Muss, um höhere Honorare durchzusetzen. Der erste Eindruck ist extrem wichtig und gehört zum Verkaufen dazu, denn Verkaufen ist genau DIE Fähigkeit, die du bei der Honorar-Frage beherrschen musst. Je besser du dich verkaufst, umso höher sind auch deine Honorare. Als Blogger lege ich z.B. einen extrem hohen Wert auf ein professionell gestaltetes Media Kit, weil ein potentieller Kunde das als Erstes von mir zu sehen bekommt. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Kommunikation mit deinen Kunden. Deine E-Mails sind schlampig geschrieben, weisen Rechtschreibfehler auf oder kommen viel zu spät an? Ich würde dich dann lieber nicht buchen. 😀 In meinem Unternehmen übernehmen meine Mitarbeiter die E-Mails, denn dadurch gewährleiste ich in stressigen Phasen, dass Mails zeitnah beantwortet werden. Mails professionell an jemand outzusourcen kann ich dir nur ans Herz legen.

Mut zu höheren Honoraren!

Anfangs viel es mir unglaublich schwer, höhere Honorare zu verhandeln, weil ich immer das Gefühl hatte, dass meine Arbeit doch sowieso nicht so viel Wert ist. Mir hat es viel geholfen, mich mit anderen Konkurrenten aus meiner Nische zu vergleichen. So habe ich zum Beispiel festgestellt, dass große DIY-Magazine ein deutlich höheres Honorar für ein Advertorial berechnen, als ich es damals getan habe. Mein Tipp für Blogger: Schaue dir relevante Magazine aus deiner Nische an und rechne deren Preis (findest du meist online) auf die Reichweite herunter. Du wirst überrascht sein, wie hoch diese Preise sind! Auch für meine Online-Kurse vergleiche ich mich mit meiner Konkurrenz und recherchiere, wie teuer Online-Kurse beispielsweise in den USA sind. Wenn dort ein Instagram-Kurs 300 USD kostet, werde ich meinen Kurs garantiert nicht für 99€ verkaufen. Wenn du etwas mehr Erfahrung im Verhandeln hast und deine Kunden auch gut kennst (wie ich z.B. viele Agenturen), dann kannst du deine Honorare langsam nach oben schrauben und einfach mal testen, was passiert. 😀 Wenn ein Kunde dich wirklich will, dann wird er auch mit dir verhandeln!

Mein Tipp: Wird dein Angebot von einem Kunden ohne Verhandlung akzeptiert, dann setze deinen Preis beim nächsten Mal unbedingt höher an! Genau mit dieser Strategie habe ich die Honorare meines DIY-Blogs langsam nach oben getrieben.

Bist du bereit für noch mehr Business-Input? Dann hör’ dir meinen Podcast an:

Klicke einfach hier und abonniere meinen Podcast:

>> Mein Podcast auf Spotify

>> Mein Podcast auf iTunes

>> Mein Podcast auf Soundcloud

3 Gedanken zu “Honorare & Preise berechnen als Freiberufler/Blogger 2018: Das ist deine Arbeit wirklich wert!

  1. Liebe Caro, ich finde es großartig, dass du die Honorare so offenlegst und transparent machst. Es ist leider immer noch so verpönt (nicht nur in der Bloggerszene, in Deutschland ja ganz allgemein), über das Honorar zu sprechen. Gerade für Instagram finde ich es wahnsinnig schwer bezüglich des Budgets. Ich habe etwas über 7.000 Follower und wurde noch nie bezahlt. Sobald man mit einem Preis kommt, zieht der Kunde zurück. Eben auch aus dem Grund, dass es genug Blogger gibt, die es für umsonst machen. Sehr schade, da den Kopf über Wasser zu halten. Liebe Grüße, Anja

  2. Danke liebe Caro… Deine Tipps helfen mir sehr weiter mich zu entwickeln. Vieles verstehe ich noch nicht ganz. Aber dies werde ich dann bald auch verbessern. Dankeschön. Liebe Grüße Deine Madeleine

  3. Hi Caro,
    sehr sehr cool und aufschlussreich, danke dafür. Nur eine Frage, wie viele Leser hast du denn mittlerweile pro Monat? Nur um dein Honorar von 2-3K einordnen zu können. Vielen Dank und mach weiter so!
    P.S.: USP = Unique Selling Proposition
    LG
    Grete

Schreibe einen Kommentar