Blogger Honorare & Preise: Was dein Blog wirklich wert ist!

Viele Blogger stimmen bei Kooperationen viel zu kleinen Beiträgen zu, weil ihnen einfach das richtige Verhandlungsgeschick fehlt.

Heute möchte ich dir zeigen, was dein Blog wirklich wert ist, welche Blogger-Honorare und -Preise du verlangen kannst und warum du NIEMALS kostenlos arbeiten solltest!

Die Realität: Statt Blogger Honorar gibt es nur ein Produkt

Viele Hobby-Blogger möchten überhaupt kein Geld mit ihrem Blog verdienen oder wissen nicht, was ein bezahlter Blogpost eigentlich wert ist. Das führt dazu, dass Firmen immer wieder Blogger ausnutzen und die Meinung "Blogger könne man nur mit Produkten bezahlen" bei vielen Unternehmen immer noch weit verbreitet ist.


Merke:

Egal, wie groß dein Blog ist. Deine Arbeit ist es immer wert, bezahlt zu werden.


Blogger Honorare und Preise verhandeln
DIY-Blog "Madmoisell"

Ich habe mit meinem früheren DIY Blog Madmoisell recht schnell angefangen, Geld zu verdienen und war mehrere Jahre erfolgreich im Blog-Business tätig. Dabei hatte ich den Blog auch nur als Hobby gestartet. Als ich mich jedoch entschieden hatte, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen und meine leidigen Studentenjobs endlich loszuwerden, war mein Ziel klar: Ich musste und wollte mit meinem Blog Geld verdienen.

Nach wenigen Monaten besaß ich eine feste Leserschaft und konnte mein Leben komplett über den Blog finanzieren.

Über meine eigenen Honorar-Verhanldungen und durch den Austausch mit anderen Bloggern habe ich mit der Zeit ein gutes Gefühl dafür entwickelt, wie viel man für einen Blogpost denn wirklich verlangen kann... Und wann die Firmen einen nur über den Tisch ziehen wollen.

Anfängerfehler: Sich unter Wert verkaufen

Zu Beginn von Madmoisell habe ich trotzdem den Fehler gemacht, mich absolut unter Wert zu verkaufen. Es klingt blöd, aber ich habe mich sooo gefreut, als ich nach einigen Wochen die erste Kooperations-Anfrage bekommen habe. Darin ging es darum, einen Blogpost zu schreiben und als Honorar die Produkte behalten zu dürfen...

Ja, man könnte denken, dass ein kleiner Blog nur ein paar Produkte wert sei, doch diese weitverbreitete Denkweise ist meiner Meinung nach vollkommen falsch und zerstört den Markt.

JEDER hochwertige Blog ist sein Geld wert, und seien es zu Anfang nur 100€.

Zahlen, Daten, Fakten: Was habe ich mit meinem Blog verdient?

Ich finde, über das Thema "Geld" wird in der Blogger-Branche viel zu selten gesprochen! Deshalb möchte ich dir jetzt einfach zeigen, wie ich den Preis eines gesponserten Blogposts auf meinem DIY Blog Madmoisell festgelegt habe.

Zum Zeitpunkt dieses Blogbeitrags hatte ich folgende Zugriffe auf meine Kanäle:

  • 60.000-100.000 monatliche Besucher
  • 22.000 Instagram Follower
  • 30.000 Pinterest Abonnenten
  • 1.400 Facebook Likes

Der Preis für einen Blogpost hat sich  aus folgenden Punkten zusammengesetzt:

  • Arbeitszeit von 6 Stunden à 80€ = rund 500€
  • Materialkosten: variabel
  • Social Media Promotion (Instagram, Facebook und Pinterest): Pauschal 200€
  • = ab 700€ für einen Blogpost inkl. Social Media Promotion

Und wer jetzt den Kopf schüttelt und denkt "das ist doch viel zu viel!":

Ich habe diesen Preis immer durchgesetzt.

Klar, einige Firmen wollen natürlich gar nix zahlen oder verhandeln auf 200€ (was ich dann natürlich abgelehnt habe). Aus meiner Erfahrung im PR-Bereich und vielen Gesprächen mit anderen Bloggern weiß ich, dass 700€ für meinen Content und die Reichweite vollkommen angemessen waren.

Deine Stundenkalkulation kannst du natürlich nicht mit der eines normalen Studentenjobs vergleichen: Du steckst ja jeden Tag 5-8 Stunden in den Blog, die dir meistens überhaupt nicht bezahlt werden.

Auch das Aufbauen deiner Instagram-Reichweite dauert ja eine gewisse Zeit, in der du überhaupt keine Honorare erhältst! Diese Durststrecke am Anfang zu überwinden, ist manchmal hart, denn höhere Honorare lassen sich ganz logisch erst ab einer größeren Reichweite aushandeln.

So berechnest du den Preis für einen gesponserten Blogpost:

Ich möchte dir mit dieser groben Kalkulation nur eine Hilfestellung geben. Den exakten Preis für einen Blogpost kann ich dir anhand von Blog und Social Media Zahlen nicht nennen. Warum? Ganz einfach:

Als Blogger verkaufst du nicht nur deine Zahlen, sondern auch deine Zielgruppe und deine Marke/Persönlichkeit allgemein. Am Ende kommt es also immer auch auf dein Verhandlungsgeschick an.

Auch die Interaktion auf deinem Blog/Social Media spiet eine enorme Rolle beim Preis eines Blogposts. Je aktiver deine Community ist, desto mehr Geld kannst du bei Kooperationen verlangen. Entsprechend kannst du auch schon mit einer kleinen Followerschaft von z.B. 5.000 Usern viel Geld verdienen.

Faktoren, die über den Preis entscheiden:

  • Besucherzahlen deines Blogs
  • Social Media Zahlen
  • Interaktionsraten: Blogkommentare, Facebook-Interaktion, Instagram-Interaktion
  • Marktpositionierung und Zielgruppe: Wie eng ist deine Zielgruppe positioniert?
  • Persönlichkeit und Marke: Kommunizierst du mit deinem Blog eine einzigartige Persönlichkeit?
  • Die Rechte, die du an Kooperationspartner abgibst (zB. auf Social Media, Unternehmensblogs, Printwerbung)

Generell gilt: Arbeite NIEMALS kostenlos und verhandele (auch wenn dein Blog noch klein ist) auf einer Basis ab 150€.

Wie gesagt: Wichtig sind nicht nur deine Zahlen, sondern auch, dass du das Unternehmen von dir überzeugen kannst. Du kannst zB. mit einer engen Nische, unglaublich hochwertigen Fotos oder einer starken Persönlichkeit überzeugen.

Denke niemals, dass du "sowieso zu wenig Leser" hast, oder dein Blog ein Honorar nicht wert sei.

Berechne dein Honorar anhand deiner Besucherzahlen:

Diese Kalkulationsmethode habe ich jetzt schon mehrfach gesehen und muss gestehen, dass ich überhaupt nichts davon halte. Auf dem Blog "blog ambitions"  werden zB. folgende Preise genannt:

$50 – bei 5,000 Unique Visitors / Monat

$100 – bei 10,000 Unique Visitors / Monat

$250 – bei 20,000 Unique Visitors / Monat

$500 (und mehr) – bei 50,000 Unique Visitors / Monat

Wow, nach dieser "Formel" dürfte ich nur 250 Dollar für meinen Blogpost verlangen, was vieeeel zu wenig ist.

Auch nach vielen anderen Formeln, die im Internet herumschwirren, hätte ich eigentlich mit meinem Blog weniger verdienen sollen.


Info Box

Du merkst: Diese Variante der Berechnung empfehle ich dir nicht!


Verwende einen Stundensatz als Grundlage für deinen Preis

Das war meine persönliche Lieblingstechnik, denn mit einem Stundensatz habe ich auch andere Anfragen beantwortet (Coaching, Workshops...). Ich habe anfangs mit 40€ kalkuliert (was mir im Vergleich zu meinem mickrigen Stundenlohn als Student so hoch vorkam!), dann mit 60€ und schließlich mit 80€. Ganz einfach darum, weil die Nachfrage an meiner "Arbeitszeit" gestiegen war und ich somit einen höheren Preis durchsetzen konnte.

Mache dir beim Stundensatz immer bewusst, dass du als Blogger nicht einfach nur nette Texte schreibst, sondern auch ein Konzept entwirfst und Fotos bearbeitest.

All die Vorarbeit deines Blogs (Social Media Kanäle pflegen, Leserfragen beantworten, erstmal eine gewisse Blog-Qualität zu erreichen), sind Geld wert!

Mein Fazit zur Honorar-Frage:

Verkaufe dich nicht unter Wert und lasse dich nicht über den Tisch ziehen. Wenn du gerade am Anfang stehst, dann fange klein an (ich habe mit 150€ gestartet) und arbeite dich langsam nach oben. Ich habe anfangs deshalb weniger veranschlagt, um mir erstmal ein hochwertiges Portfolio an Kooperationspartnern aufzubauen.

Wenn du deinen Preis nennst und sofort eine Zusage bekommst, dann kannst du davon ausgehen, dass du eher zu wenig veranschlagt hast. Tausche dich auch mit anderen Bloggern aus.

Und zu guter Letzt zwei Dinge, die mir lange Zeit nicht bewusst waren:

✨ Auch Instagram Fotos sind ab einer gewissen Reichweite Geld wert und du solltest dich auch hier nicht mit Produkten zufrieden geben. Schau mal auf Influencer DB vorbei, da kannst du dir ausrechnen lassen, was ein Foto auf deinem Account wert ist.

✨ Für die Vergabe von Bildrechten kannst du ebenfalls Geld verlangen. Ich hatte schon oft Anfragen für angebliche "Features" in Magazinen, wo ich später einfach nur mit einem kleinen © vermerkt wurde. Mach diesen Fehler bitte nicht!
Auch dein Blog Content ist Geld wert und wenn ein Unternehmen deine Fotos und Texte für den Unternehmensblog oder ein Magazin  nutzen möchte, dann muss es dafür eben bezahlen. Halbherzige Anfragen wie "wir verlinken dich und promoten dich auf Facebook" kannst du übrigens getrost ignorieren. 

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FAQ

Ab wann kann ich Geld für meinen Blog verlangen?

JEDER hochwertige Blog ist sein Geld wert, selbst zu Beginn und seien es zu Anfang nur 100€.

Wie berechne ich mein Honorar für einen Blogpost?

Hier gibt es keine Regeln! Ich empfehle dir mit einem Stundensatz zu rechnen, den du festlegst. Ich z.B. habe damals bei 40 € angefangen und den Stundensatz schrittweise erhöht.

Wie viel kann man mit einem Blog verdienen?

Da gibt es keine Grenzen nach oben. Es hängt stark von deiner Bekanntheit und deinen Besucherzahlen ab.

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Ich bin Caroline Preuss,

Expertin für Online-Marketing, Spezialistin für Online-Unternehmen, Digital-Pionierin (oder digitale Vordenkerin), Podcast-Host, Kaffee-mit-viel-Milchschaum-Liebhaberin, Zimtschnecken-Hobbybäckerin und NewWork-Fan der ersten Stunde. Und ich liebe frische Blumen, sie machen meinen Tag einfach perfekt.

Unabhängig. Flexibel. Selbstbestimmt.

Mein Team und ich brennen für Frauen, die ihre Chance ergreifen und an sich glauben. Wir möchten Frauen digital sichtbar machen und ihnen das Werkzeug an die Hand geben, sich mit ihrem eigenen Online-Business zu verwirklichen. Unser Ziel ist es, dass Frauen diese Möglichkeit ergreifen, ihr eigenes Potential erkennen, für sich selbst einstehen und ins Handeln kommen.

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© Caroline Preuss 2017-2021