5 Gründe, warum niemand deinen Blog liest + wie du das änderst!

Wenn du einen Blog startest oder womöglich schon länger bloggst, dann gibt es nichts deprimierendes, als keine Blogleser zu haben. Heute möchte ich dir 5 Gründe vorstellen, an denen das liegen könnte. Ganz wichtig: Mein Artikel bezieht sich auf meine subjektive Blogger-Erfahrung aus dem DIY-Bereich und die Gespräche mit anderen Bloggern. Ich bin der Meinung, dass es sich (wenn man beispielsweise Geld mit dem Bloggen verdienen möchte) lohnt, von Anfang an strategisch an das Bloggen zu gehen.

Selbstverständlich will ich damit nicht sagen, dass das der einzig "richtige" Weg ist. Bloggen ist vielfältig, man kann als Hobby bloggen (und sich um die Zielgruppenanalyse oder Nische keine Gedanken machen) oder Geld damit verdienen. Was nachher zählt, ist der Spaß beim Bloggen! 🙂 Dieser Artikel richtet sich deshalb vor allem an Blogger-Anfänger und Blogger, die später einmal professionell Geld über den Blog verdienen möchten.

So, und warum erzähle ich dir das? Weil ich mit meinem DIY Blog Madmoisell anfangs das Problem mit stagnierenden Leserzahlen hatte. Ich habe meinen Blog auf WordPress neu aufgesetzt, Geld für ein tolles Template ausgegeben, mir teures Kamera-Equipment gekauft... Und hatte vielleicht 50 Blogbesucher pro Tag, die Hälfte davon waren Freunde oder Familie. Damals war ich so frustriert, dass ich auf Madmoisell einen Artikel über mein stagnierendes Blog-Wachstum veröffentlicht habe. Der Anfang lautete so:

"Es gibt so viele Blogs da draußen (ja, ich bin mir dessen bewusst, dass auch mein Blog nur einer von vielen ist ? ) und zu wenige Leser. Das ist einfach ein Fakt. In Madmoisell stecke ich mein gesamtes Herzblut und Freizeit und deshalb ist es umso enttäuschender zu sehen, dass die eigenen Blogstatistiken stagnieren. Denn alles, was später zählt, sind die harten Zahlen: Blogbesucher, Seitenaufrufe und Followerzahlen. Um es kurz zu fassen: Vor einigen Monaten habe ich einfach bemerkt, dass ich für zu viel investierte Blog-Zeit einfach zu wenig Output sehe und mich gründlich gefragt, an was das liegen könnte."

Das Feedback auf diesen Artikel war überwältigend! Plötzlich meldeten sich so viele Blogger zu Wort, die genau dieses Problem mit mir teilten. In den nächsten Wochen habe ich Madmoisell gründlich analysiert und mich den "harten" Fakten und Zahlen gestellt. Es musste ja schließlich einen Grund dafür geben, warum niemand meinen Blog gelesen hat.

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Grund Nr. 1: Du hast deine Blognische nicht definiert

Diesen Punkt habe ich am Anfang von Madmoisell total vernachlässigt. Ich habe einfach über alles gebloggt, das mir gerade in den Sinn gekommen ist. Mal habe ich ein Outfit gebloggt, dann habe ich über Beauty geschrieben (Sorry, aber ich habe keine Ahnung von Beauty!) und in einem anderen Post habe ich ein DIY Tutorial vorgestellt. Wenn man mich gefragt hat, über welches Thema ich eigentlich blogge, dann hätte ich vermutlich geantwortet: "Mode, Beauty, Reisen... ähh und DIY". Okay, diese Mischung macht einfach keinen Sinn. Warum? Ganz einfach: Weil neue, potentielle Blogleser beim ersten Besuch auf deinem Blog überhaupt nicht wissen, was du mit deinem Blog sagen möchtest... Und dann schneller weg sind, als du tippen kannst.

Mein Tipp für dich: Überlege dir ganz genau, welche Themen du auf deinem Blog bespielen möchtest. Für Madmoisell habe ich das Nischen-Problem folgendermaßen gelöst: Ich habe mich gefragt, über WAS ich WIRKLICH bloggen möchte: Also Mode, Beauty, Reisen oder DIY. Schließlich habe ich mich für DIY entschieden und dort die Nische noch weiter eingegrenzt: DIY Deko, DIY Geschenke und mittlerweile auch Food (die Food Kategorie ist aber erst später dazugekommen).

Die Begrenzung auf eine bestimmte Nische hat mir enorm viel gebracht:

  • Ich konnte meinen Blog Content viel gezielter in meinen Social Media Netzwerken teilen (zB. auf Facebook nur in Bastel- und DIY Gruppen).
  • Mein DIY Blog ist komplett SEO-optimiert: Mit den Keywords "DIY Blog, DIY Geschenke und DIY Deko" ranke ich schon sehr gut (und verbessere mich stetig :D). Bei einem so breiten Fokus wie Mode, Beauty und DIY hätte ich niemals die Chance gehabt, alle Themengebiete gezielt zu optimieren.
  • Mein Blog Content (Bilder + Texte) hat sich qualitativ verbessert, weil ich nun zB. nur noch DIY Fotos mache, statt auch noch Mode und Lifestyle zu fotografieren.
  • Ich bin zum Experte in meiner Nische geworden. Dieser Punkt ist super wichtig und sollte dein erstes Ziel sein. DU möchtest DER Experte in deiner Nische werden, denn dadurch gewinnst du das Vertrauen der Leser und kannst deinen Blog später viel besser an potentielle Kooperationspartner verkaufen (wer möchte zB. nicht, dass ein DIY Experte Werbung für eine Strick-Firma macht?).

In diesem Artikel erkläre ich dir Step-by-Step, wie du deine Blog-Nische findest.

Grund Nr. 2: Du hast keine klare Zielgruppe für deinen Blog festgelegt

Dieser Punkt ist genauso wichtig, wie deine Nische: Sobald du deine einzigartige Nische gefunden hast, solltest du deine ideale Zielgruppe festlegen. Denn nur wenn du weißt, wen genau du mit deinem Blog eigentlich erreichen möchtest, kannst du deinen Blog Content perfekt auf diese Leserschaft ausrichten.

Ich erkläre dir das wieder an einem persönlichen Beispiel: Ich wusste damals beim besten Willen nicht, WEN ich genau ansprechen möchte: Mädchen, junge Frauen oder Frauen mittleren Alters? WER würde denn meinen Blog lesen und WELCHEN Content erwarten diese Zielgruppen? Ich habe lange überlegt, wer ich eigentlich genau bin und für welche Blogposts ich mich begeistern kann. Denn mein Blog muss mir trotzdem Spaß machen, ich kann ja nicht einfach für eine bestimmte Zielgruppe schreiben, die gar nicht zu mir passt.

Im Endeffekt habe ich erkannt, dass ich sehr junge Frauen (18-25 Jahre alt) ansprechen möchte. Mein Blog Content ist deshalb sehr modern, die DIYs sind einfach (ich würde zB. nichts nähen, weil meine Zielgruppe keine Nähmaschine besitzt) und ich kommuniziere in meiner Alltags-Sprache mit meinen Lesern. Im Umkehrschluss habe ich dann auch erkannt, dass ich mich mehr auf Instagram fokussieren muss, statt auf Facebook. Ganz einfach, weil meine ideale Zielgruppe sich dort öfters aufhält und Instagram besser zu meinem Konzept passt.

Grund Nr. 3: Dein Blog hat keinen Wiedererkennungswert und es steckt keine Persönlichkeit dahinter

In den Anfängen von Madmoisell wussten meine damaligen Leser überhaupt nicht, welche Persönlichkeit eigentlich hinter dem Blog steckt. Ich habe wenig persönliches von mir preisgegeben und eigentlich nur (ganz technisch) über die DIY-Projekte geschrieben. Besonders durch Instagram ist mir klar geworden, dass ich mit meinem Blog eine unverwechselbare Persönlichkeit schaffen möchte. Denn nur so bleibe ich meinen Lesern im Gedächtnis.

Was habe ich also gemacht? Ich habe von nun an sehr persönlich auf Instagram kommuniziert, zB. indem ich Fragen gestellt habe, auf Kommentare eingegangen bin und in jedem Post eine kleine Geschichte erzählt habe. Auch auf meinem Blog habe ich offene Fragen gestellt und immer meine klare Meinung vertreten ("Produkt XY kann ich euch nicht empfehlen"). Um noch mehr Wiedererkennungswert zu schaffen, habe ich mir ein Symbol zugelegt: Den Donut. Ja, das klingt erstmal sehr komisch, aber hinter dieser Überlegung steckt viel dahinter: Donuts sind bei meiner jungen Zielgruppe beliebt und kommen super gut an. Ich integriere auf Instagram in vielen Bildern einen Donut und bastele sogar DIYs mit Donuts (Donut Kuchen, Donut Milchshake, Donut Schlüsselanhänger, Donut Printable...). Mittlerweile werde ich auf Instagram mehrmals am Tag von Abonnenten in Donut Bildern getaggt. Das bedeutet, die Leser sehen einen Donut und MÜSSEN an mich denken. Das ist doch genial, oder?

Um Wiedererkennungswert zu kreieren, musst du natürlich keinen Donut als Symbol nehmen oder super viel Persönliches von dir Preis geben. Du solltest dir überlegen, WAS dich EINZIGARTIG machen kann. Sei es ein bestimmtes Element, deine besondere Bildsprache oder deine Art, zu kommunizieren.

Grund Nr. 4: Deine Artikel sind nicht hilfreich genug und orientieren sich nicht an den Bedürfnissen deiner Zielgruppe

Wo wir wieder beim Thema "Nische" und "Zielgruppe" wären. Deine Artikel müssen super hilfreich sein und das Problem deiner Leser lösen. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede zwischen den Blog-Nische: Ich würde grob sagen, dass es inspirierende Blogs gibt, die allein von einem tollen Schreibstil und guten Geschichten leben. Dann gibt es aber noch eine ganze Reihe informativer Blogs (mein DIY Blog, Modeblogs, Lifestyleblogs), bei denen oft die Problemorientierung der Blogposts fehlt. Versteht mich nicht falsch- du kannst versuchen, die Probleme deiner Leser mit hilfreichen Artikeln zu lösen, du musst es aber nicht. Mir hat dieser Punkt damals ganz einfach geholfen, weil mein DIY Blog weniger auf's generelle Schreiben, sondern auf hochwertige DIY Turorials fokussiert war.

Ein ganz simples Beispiel ist dieser Artikel: Ich spreche gezielt Blogger an, die mit ihrer Leseranzahl nicht zufrieden sind. Nun stelle ich 5 Gründe vor, an denen das liegen könnte. Mein Ziel: Das Problem meiner Leser zu lösen. Du kannst mit jedem Thema die Probleme deiner Leser lösen, du musst nur wissen, welche Probleme deine Leser haben. Dazu nutze ich sehr gerne Instagram und stelle dort Fragen an meine Community. So weiß ich zB., dass viele auf der Suche nach günstigen, selbstgemachten Weihnachtsgeschenken sind. Folglich plane ich für Weihnachten einen einfachen DIY Geschenke Post.

Versuche also, durch Umfragen (Instagram, Facebook oder deinen Blog direkt) und Recherche (relevante Facebook Gruppen, Foren) herauszufinden, was deine Zielgruppe wirklich beschäftigt.

Dein Ziel sollte folgendes sein: Schreibe einen so hilfreichen Post, dass deine Leser nachher begeistert sind  und deinen Artikel teilen. Damit erreichst du, dass deine Leser immer wieder zu deinem Blog zurückkehren und du deine Leserschaft stetig vergrößern kannst.

Grund Nr. 5: Du nutzt die Sozialen Netzwerke nicht effizient genug

Neben all den Grundlagen sind die Sozialen Netzwerke das zweite Standbein deines Blogs. Über Social Media kannst du einfach mit deinen Lesern kommunizieren und durch (virale) Posts schnell neue Leser gewinnen. Am Anfang von Madmoisell habe ich versucht, jedes Social Media Netzwerk gleich gut zu bespielen. Ich war also auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest aktiv. Wenn du neben dem Blog noch arbeitest oder studierst, ist das gar nicht mehr zu schaffen. Mein Tipp an dich: Überlege dir, wo sich deine Zielgruppe am ehesten aufhält und fokussiere dich auf dieses Netzwerk. Mache dir dann einen guten Plan, indem du deine Beiträge loopst (d.h. mehrmals teilst) und Content schon im Voraus erstellst. Das mache ich insbesondere auf Instagram, um nicht jeden Tag den Stress zu haben, wieder ein Foto schießen zu müssen.

Zu guter Letzt: Mach' dir über diese Punkte Gedanken, aber bleibe trotzdem immer du selbst und habe natürlich Spaß am Bloggen- denn das ist das allerwichtigste! Ich habe für meinen DIY Blog beschlossen, ein Mittelding aus strategischen Ansätzen (Zielgruppe, Content und co.) auszuprobieren und nur das zu machen, das mir wirklich Spaß macht! Das funktioniert für mich persönlich super! 🙂

Liebe Grüße

 Beitragsbild von Gabriel Beaudry via Unsplash.

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Expertin für Online-Marketing, Spezialistin für Online-Unternehmen, Digital-Pionierin (oder digitale Vordenkerin), Podcast-Host, Kaffee-mit-viel-Milchschaum-Liebhaberin, Zimtschnecken-Hobbybäckerin und NewWork-Fan der ersten Stunde. Und ich liebe frische Blumen, sie machen meinen Tag einfach perfekt.

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