So erstellst du einen Newsletter mit Mailchimp: Meine Schritt für Schritt Anleitung

Um einen Newsletter für deinen Blog zu erstellen, brauchst du überhaupt kein großes Know-How. Den ersten Newsletter für meinen Blog habe ich mit dem kostenlosen E-Mail Programm Mailchimp erstellt und bin seitdem ein großer Fan davon! In der heutigen Anleitung zum Thema „E-Mail Marketing“, möchte ich dir deshalb Schritt für Schritt zeigen, wie du mit Mailchimp deinen ersten Newsletter erstellst und erfolgreich versendest.

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1) Erstelle einen Account bei Mailchimp und ergänze deine persönlichen Daten

Um mit Mailchimp zu starten, musst du dort natürlich zuerst einen Account erstellen. Das geht ganz schnell und ist kostenlos, dh. du musst auch keine Kreditkarte angeben. Erst, wenn du 2000 E-Mail Abonnenten überschreitest oder ein kostenpflichtiges Feature (zB. die Automatisierung von Mails oder das Entfernen des Mailchimp-Zeichens im E-Mail-Footer) nutzt, kostet Mailchimp etwas. Ich nutze für meinen DIY Blog Madmoisell momentan die kostenlose Version und das ist vollkommen ausreichend. Für CarolinePreuss.de zahle ich 10 Dollar pro Monat, da ich für meine Instagram Challenge das kostenpflichtige Tool „Automation“ nutze. Wie gesagt: Für den Anfang brauchst du das erstmal nicht. 🙂

Wenn du Mailchimp öffnest, siehst du oben links drei Kreise im Menü. Das sind die wichtigsten Punkte, die ich dir gleich Step-by-Step erklären werde. Ganz kurz:

  • Mit „Campaigns“ erstellst du später Kampagnen, die an deine E-Mail Abonnenten versendet werden. Das heißt, diesen Punkt wirst du erst ganz zum Schluss nutzen, wenn du schon Abonnenten hast und eine E-Mail Vorlage erstellt hast.
  • Im Menüpunkt „Templates“ erstellst du Vorlagen für deine E-Mails. Das ist super praktisch, denn du kannst die Vorlagen ganz einfach per Drag and Drop erstellen und abspeichern. Dadurch musst du nicht für jede E-Mail ein neues Template erstellen.
  • Ganz wichtig: Der Punkt „Lists“. Hier sammelst du nämlich all deine E-Mail Adressen.

Oben rechts habe ich dir noch den Punkt für die persönlichen Einstellungen eingekreist. Das ist auch super wichtig, denn dort kannst du deine Zeitzone und Sprache einstellen.

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Um deinen Mailchimp Account später mit Plugins zu verbinden (zB. weil du ein Signup-Formular auf deinem Blog einbauen willst), brauchst du den API Key. Weil ich diesen anfangs eeeewig gesucht habe, möchte ich dir zeigen, wie du ihn findest: Gehe rechts oben auf dein Profil, dann auf Extras und dann auf API Keys. Unter „Settings“ findest du außerdem viele wichtige Einstellungen zu deinem Account.

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2) Sammele deine E-Mail Adressen in Listen

So, im nächsten Step fangen wir an, eine Liste für deine E-Mail Adressen zu erstellen. Eine Liste ist zwingend notwendig, denn später versendest du deine „Kampagnen“ (also E-Mails) an deine Listen. Du siehst unten im Bild, dass ich mehrere Listen benutze. Eine Liste für den Blog Business Plan, den ich zum kostenlosen Download anbiete. Die andere Liste ist für meine Instagram Challenge. Sobald sich auf meinem Blog jemand für meinen Blog Business Plan anmeldet, wird die E-Mail Adresse in der Liste gespeichert und Mailchimp durchläuft automatisch eine Routine, die ich davor für die Liste festgelegt habe. Die Routine brauchst du, um deinen Newsletter rechtskonform zu versenden. Wenn sich jemand für den Newsletter anmeldet, erhält er zuerst einen Bestätigungslink per Mail. Erst, wenn dieser Link bestätigt wurde, wird die E-Mail Adresse von Mailchimp in die Liste eingetragen. In einer weiteren E-Mail erhält der Leser dann beispielsweise den Business Plan zugesendet.

Um eine neue Liste zu erstellen, gehst du links auf den Button „Create List“. Sobald du die Liste kreiert hast, gehst du rechts auf die Listen-Einstellungen und wählst „Signup forms“ aus (eingekreist!). Hier kannst du die „Routine“ bearbeiten.

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Sobald du im Menüpunkt „Signup forms“ bist, kannst du viele verschiedene Mails bearbeiten: Du kannst zum einen erstmal das Anmeldeformular (Signup form) bearbeiten, das später über einen HTML Code auf deinem Blog eingebunden werden kann. Viele Plugins bieten das aber schon integriert an, sodass ich diesen Punkt nie gebraucht habe.

Unter „Signup thank you page“ kannst du einstellen, was dem Leser direkt nach der Anmeldung angezeigt werden soll. Ich leite momentan auf eine externe Seite um und benutze nicht die Mailchimp-Vorlage.

Im Punkt „Opt-in confirmation email“ kannst du die Bestätigungsmail designen. Ich empfehle dir, den Text einfach auf deutsch zu übersetzen und dein Blog-Logo oben einzufügen.

Mein Lieblingspunkt: Die „Final welcome mail“. Damit versende ich schließlich den Blog Business Plan (oder andere kostenlose Downloads) an meine Leser. Achte unbedingt darauf, dass dort der Haken bei „send final welcome mail“ gesetzt ist. Das hatte ich nämlich einmal vergessen und mich dann gewundert, warum keine letze E-Mail gesendet wird. 😀

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3) Kreiere dein eigenes Newsletter-Template

Deine geniale Liste steht und du hast schon die ersten E-Mail Abonnenten gewonnen? Dann solltest du so langsam dein eigenes Newsletter-Template kreieren. Das geht ganz einfach im Menüpunkt „Templates“ und dann rechts unter „Create Template“.

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Sobald du diesen Button anklickst, öffnet sich erstmal eine Flut von möglichen Vorlagen. Ich wähle meistens das einfachste aus, zB. das „1 Column“ Template. Falls du zwei Bilder nebeneinander haben möchtest, dann kannst du einfach nach unten scrollen und ein „1:2:1 Column“ Template auswählen. Das Template ist nur die Grundlage für deine Mail, später kannst du sämtliche Farben und Schriften anpassen.

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Im nächsten Bild siehst du, dass ich meine E-Mail schon fast fertig designed habe. Der Template-Editor bei Mailchimp besteht aus zwei großen Punkten: Design und Content. Unter „Design“ kannst du die globalen Design-Einstellungen ändern. Hier kannst du zB. einstellen, welche Farbe der Hintergrund haben soll, wie groß die Schrift in den jeweiligen Bereichen (Page, Header, Body…) ist und wie der Footer aussehen soll.

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Im Punkt „Content“ kannst du ganz bequem per Drag and Drop Elemente zu deiner Mail hinzufügen. Ich benutze gerne die Punkte „Image“, „Text“ und „Social Share“.

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Sobald du dann den Text oder ein Bild anklickst, öffnet sich der Bereich, in dem du den Text formatieren kannst. Eigentlich super easy, wenn man es einmal ausprobiert hat. 🙂 Ich empfehle dir, oben in der Mail immer dein Blog-Logo einzufügen und die Mail möglichst einfach zu lassen. Wenn ich Farben verwende, dann genau die Farben, die ich auch auf meinem Blog nutze. Achte auch darauf, eine gute Überschrift zu wählen! Ich habe anfangs oft den Fehler gemacht und langweilige Überschriften gewählt (zB. „Monatsrückblick“), für die sich keiner interessiert hat. Folglich wurde meine Mail kaum beachtet.

Hier geht’s aber erstmal darum, dein Template zu gestalten, welches du dann immer wieder verwenden kannst (Wiedererkennungseffekt!). Einmal aufgesetzt sparst du mit Mailchimp nämlich super viel Zeit.

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4) So versendest du Kampagnen

Woohoo! Du bist fast fertig! Deine Liste und dein Template stehen. Sobald du genügend Newsletter-Abonnenten gesammelt hast, kannst du anfangen, deinen ersten Newsletter zu versenden. Ich habe meinen ersten Newsletter übrigens ab den ersten 50 Abonnenten versendet.

Um deinen Newsletter zu erstellen, wählst du den Punkt „Campaigns“ aus und dann rechts im Drop-Down-Menü „Regular Campagin“. Zuerst musst du auswählen, an welche Liste du deinen Newsletter sendest. Da du anfangs vermutlich sowieso nur eine Liste hast, ist die Antwort ganz einfach. Falls du doch mehrere Listen erstellt haben solltest (zB. weil du verschiedene Downloads anbietest), dann kannst du die Listen auf Mailchimp auch zusammenlegen.

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So, die Liste ist ausgewählt und jetzt geht’s daran, die grundlegenden Infos (=“Setup“) anzugeben. Bitte achte beim Betreff unbedingt darauf, einen Satz zu wählen, der deine Leser auch anspricht! Statt „Das ist diesen Monat auf CarolinePreuss.de passiert“ würde ich wählen „5 spannende Facts, die ich diesen Monat gelernt habe“. Dein Betreff ist unglaublich wichtig, damit deine Mail später auch angeklickt wird! Halte ihn lieber kurz, aber integriere Wörter, die für den Leser interessant sind. Das sind zB. Wörter wie:

  • Geheimnis, Facts, Gründe, effektiv, verblüffend, jetzt, entdecken, verraten… und und und!

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Fast fertig! Jetzt wählst du nur noch dein vorgefertigtes E-Mail-Template aus, kannst es nach Belieben anpassen und bestätigst das Versenden des Newsletters!

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Super easy, oder? Ich hoffe, dir hat mein heutiges Tutorial Spaß gemacht und ich bin schon gespannt darauf, wie dein erster Newsletter aussehen wird! 🙂 Als kostenlosen Download habe ich einen 30 Tage Newsletter-Fahrplan für dich geschrieben. Dort zeige ich dir nochmal ausführlich Step-by-Step, wie du deinen Newsletter in nur 30 Tagen optimierst und mehr Newsletter-Abonnenten gewinnst! Klick auf das Bild, um dich anzumelden:

Liebe Grüße

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Beitragsbild von William Iven via Unsplash

7 Gedanken zu „So erstellst du einen Newsletter mit Mailchimp: Meine Schritt für Schritt Anleitung

  1. Vielen Dank für diese verständlich geschriebene Anleitung. Ein Newsletter steht noch auf meiner To-Do-Liste für den Blog. Leider hab ich da nie so ganz durchgeblickt.

    Liebe Grüße

  2. Wuah, danke, dein Beitrag ist wirklich super strukturiert und du schaffst es, das Ganze einfach zu erklären. 🙂 Ich möchte schon so lange einen Newsletter erstellen. Ich werde es mit deiner Anleitung endlich mal angehen! Danke dafür! <3

    LG,
    Christin von tellyventure

  3. Hallo Caroline,
    vielen Dank, dass du Licht ins Dunkle gebracht hast.
    Ich habe echte Probleme mit der englischen Sprache und konnte mich aus diesem Grund nie mit Mailchimp anfreunden.
    Dank deiner Anleitung habe ich es endlich geschafft, für meine SocialWebNews einen Newsletter mit Mailchimp anzubieten.
    Ganz große klasse, vielen lieben Dank dafür.
    LG Tina

  4. Liebe Caroline,

    hab vielen Dank für dein ausführliches Tutorial.
    Das hat mir gerade eben eine Menge Sucherei und wahrscheinlich auch Nerven erspart. Jetzt kann ich zumindest den ersten Teil des Themas „Newsletter“ abhaken. 😉

    Liebste Grüße,
    Juli

  5. Liebe Caroline

    Deine Tipps sind wirklich super! Mir ist aber aufgefallen, dass in den automatischen Mails, die ich von dir erhalten habe (Pinterest Challenge) deine Webadresse gar nicht drin ist.. Ich benutze aktuell Feedblitz als Newslettertool. Habe mich aber auch schon bei Mailchimp angemeldet, weil man dort mehr Design-Vorlagen hat und mir das eigentlich besser gefällt. Weisst du ob es mit Mailchimp auch möglich ist, dass man automatisch jede Woche seine neusten Blogposts als Newsletter versendet (via RSS-Feed)? Ich habe keine Zeit die Mail immer zu bearbeiten und loszuschicken. Vielen Dank für deine Hilfe. Liebe Grüsse Ilona

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