Zielgruppenanalyse: Definiere deine ideale Zielgruppe in 3 Schritten

Um deinen Blog oder dein Unternehmen schneller und effizienter bekannter zu machen, lohnt es sich, die eigene Zielgruppe genau zu definieren. Den nur mit einer klar definierten Zielgruppe kannst du mit deinem Content/Produkten ganz genau auf die Bedürfnisse deiner Leser/Kunden eingehen. Außerdem lohnt sich die Zielgruppenanalyse auch im Hinblick auf die Social Media Kanäle: Jeder Kanal (Instagram, Facebook, Twitter, Pinterest) will unterschiedlich bespielt werden und wie du das machst, hängt natürlich auch von deiner idealen Zielgruppe ab.

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Du weißt vielleicht, dass ich auch auf meinem anderen Blog „Madmoisell“ über kreative DIY-Projekte blogge. Eigentlich blogge ich schon seit fast fünf Jahren, richtig professionell habe ich jedoch erst vor einem Jahr mit Madmoisell angefangen. In den ersten Monaten von Madmoisell habe ich mir über meine Zielgruppe überhaupt keine Gedanken gemacht. Vielmehr habe ich munter vor mich hingebloggt und bin davon ausgegangen, irgendjemand würde sich schon für meine DIY Posts interessieren. Ich dachte damals auch, ich müsse jedes Soziale Netzwerk „gleich gut“ bespielen und möglichst viel überall gleichzeitig tun. Das hat dazu geführt, dass ich überhaupt nicht wusste, für WEN ich eigentlich blogge. Hätte mich damals jemand gefragt, wie alt meine ideale Leserschaft ist, dann hätte ich vermutlich geantwortet „Ähmm… 18 Jahre? 25 Jahre oder doch 30 Jahre alt?“ Ich wusste lediglich, dass sie weiblich ist! 😀 Soweit, so gut. Ich habe mich dann sehr lange mit dem Thema „Zielgruppenanalyse“ auseinander gesetzt und möchte dir heute erklären, wie du deine Zielgruppe ganz genau bestimmst.

Wenn du meinen letzten Post zum Thema „Blog Nische finden“ aufmerksam durchgelesen hast, dann wirst du dich noch an folgende Grafik zur Nischenbestimmung erinnern:

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Ähnlich sieht das auch für deine Zielgruppenanalyse aus. Du solltest dir nämlich über folgende Punkte klar werden:

Schritt Nr. 1: Wer bin ich und was möchte ich mit meinem Blog/Business erreichen?

Klingt auf den ersten Blick banal, ist es aber überhaupt nicht. Ich habe monatelang an meiner eigenen Blog-Persönlichkeit gearbeitet und daran, was ich mit meinem Blog überhaupt kommunizieren möchte. Mittlerweile weiß ich: Mein DIY Blog Madmoisell ist pink, verspielt und macht gute Laune! Bevor du deine Zielgruppe definierst, solltest du erstmal deinen eigenen Stil finden. Denn es hilft dir ja nix, wenn du eine bestimmte (womöglich super lukrative) Zielgruppe gefunden hast, wenn sie überhaupt nicht zu dir passt. Mein Tipp: Jedes Mal, wenn ich beim Surfen auf Instagram, Pinterest oder Facebook einen „Wow“-Moment hatte, habe ich den Artikel oder das Bild sofort auf ein geheimes Pinterest-Board gepinnt. Bei mir haben sich nach einiger Zeit die pinken Bilder gehäuft, so dass ich mir irgendwann sicher war: „Das muss es sein!“ Natürlich kannst du diesen Step auch überspringen, wenn du deinen Stil schon gefunden hast.

So, du weißt genau, welchen Stil du verfolgst und was DICH einzigartig macht? Dann geht’s weiter mit den nächsten Steps. Du solltest dich  mit folgenden 3 Fragen befassen:

Schritt Nr. 2: Beantworte folgende 3 Fragen:

1. Welches Problem beschäftigt deinen idealen Leser/Kunden?

Anhand meiner eigenen Website möchte ich dir zeigen, wie ich die folgenden Fragen für mich beantwortet habe. Wer CarolinePreuss.de besucht, ist im Idealfall Blogger oder Kleinunternehmer und hat folgendes Problem: Das eigene Business wächst nicht effizient und schnell genug. Täglich hast du das Gefühl, dich durch den Social-Media-Dschungel zu kämpfen und vor lauter halbherzig umherschwirrenden Tipps gar nichts mehr zu verstehen. Da ich dieses Gefühl von meinem eigenen DIY Blog sehr gut kenne, bin ich hier im Vorteil: Ich kenne die Probleme meiner potentiellen Leser genau, weil ich sie alle selbst durchgemacht habe.

2. Welchen Wunsch hat dein Leser/Kunde?

Frage dich im nächsten Step, was sich deine potentiellen Leser oder Kunden wünschen. In meinem Fall wünschen sich viele, einen erfolgreichen Blog (oder ein Kleinunternehmen) aufzubauen, um später davon selbstständig leben zu können.

3. Warum löst der Leser/Kunde das Problem nicht einfach und erfüllt seinen Wunsch?

Folglich: Welche Hürde liegt for? Meine Leser haben das Kernproblem, neben dem Studium oder der Arbeit zu wenig Zeit für die eigene Business-Strategie zu haben. Daraus resultieren dann viele andere Probleme: Keine optimale Nische, keine Pflege der Social Media Kanäle usw… Und folglich kein Wachstum!

Natürlich kannst du meine drei Fragen auch ganz anders beantworten: Für den Bereich „DIY“ haben viele meiner Leser das Problem, im Alltag zu wenig Zeit für kreative Dinge zu haben. Im Bereich „Mode“ sind potentielle Leser wahrscheinlich auf der Suche nach inspirierenden Outfits, die man bequem nachshopppen kann, weil vielen die Zeit und Muse dazu fehlt.

Jetzt bist du schon fast fertig mit deiner Zielgruppenanalyse: Du weiß, was für einen Stil zu verfolgst und kennst die Probleme deiner Leser/Kunden. Nochmal an dieser Stelle ganz wichtig: Bei allem, was du tust, solltest du versuchen, die Probleme deiner Leser/Kunden zu lösen! Im nächsten Schritt geht es daran, deine „Marketing Persona“ zu erstellen. Dieser Schritt ist nämlich super wichtig, damit du ein noch klareres Bild deiner idealen Zielgruppe vor Augen hast.

Schritt Nr. 3: Erstelle deine Marketing Persona!

Gerade dieser Punkt hat mir bei der Zielgruppenanalyse für meinen DIY Blog unglaublich geholfen. Statt deine Leserschaft als Ganzes zu sehen, pickst du dir eine einzelne Person heraus und charakterisierst sie möglichst detailliert. Versuche erstmal, folgende grundlegenden Fragen zu beantworten:

  • Altersgruppe
  • Geschlecht
  • Wohnort
  • Bildung (Schule, Studium…)
  • Beruf
  • Familienstand

Nun gehst du einen Schritt weiter, und charakterisierst deinen idealen Leser:

  • Hobbys
  • Lieblingsbücher-, Filme und -Musik
  • Charaktereigenschaften: zB. Farbenfroh, immer gut gelaunt, neugierig?

Mein Tipp für dich: Ich habe für die Charakterisierung meines idealen Lesers ein geheimes Pinterest Board kreiert, auf das ich alles gepinnt habe, was meine Leserin ausmacht. In meinem DIY Fall sah das das Moodboard folgendermaßen aus:

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Bildchen pinnen klingt auf den ersten Blick vielleicht auch ziemlich zu simpel, hat mich aber echt total weitergeholfen! Dadurch bekommst du nämlich ein viel klareres Bild von deinem idealen Blogleser. Und falls du bei einem Blogpost mal Schwierigkeiten hast („Passt das wirklich zu mir und meinen Lesern), wirfst du einfach schnell einen Blick auf dieses Moodboard.

So, deine Marketing Persona steht und du hast deine Zielgruppe perfekt vor Augen- super! Jetzt geht’s daran, deinen Content (oder deine Produkte) perfekt auf diese Zielgruppe auszurichten. Im Falle von CarolinePreuss.de weiß ich ja, dass meine Leser nicht viel Zeit haben und vermutlich kaum Marketing-Background haben. Deshalb versuche ich, so einfach und effizient wie möglich, die wesentlichen Grundlagen zu besprechen. Auf meinen DIY Blog Madmoisell dreht sich dagegen die Zielgruppenanalyse eher um meine Bildsprache und den generellen Content meines Blogs: Ich blogge über einfache, süße DIYs, die im Alltag super gute Laune machen.

Richte die Social Media Kanäle auf deine Zielgruppe aus

Auch ein seeeehr wichtiger Punkt, den leider viele vergessen. Mir ging’s am Anfang meines DIY Blogs so, dass ich dachte: Facebook, Twitter und co. MUSS man ALLES machen. Nein, ganz falsch! Da ich basierend auf meiner Zielgruppenanalyse eine sehr junge, weibliche Leserschaft anspreche, wähle ich Instagram als Hauptmedium aus und Pinterest, um viel Traffic auf meinen Blog zu erhalten. Ich weiß ganz genau, dass sich meine Leserschaft nicht auf Facebook aufhält und poste dort lange nicht so intensiv, wie auf Instagram. Macht Sinn, oder? Ich bin der festen Meinung, dass man nicht alle Social Media Netzwerke gleich gut pflegen kann und das auch nicht muss. Konzentriere dich lieber auf ein Netzwerk, das am besten zu deiner Zielgruppe passt.

Woohoo, das waren mal wieder super viele Infos und ich hoffe, ihr habt jetzt einen besseren Überblick über eure Zielgruppe. Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, schreib mir gerne einen Kommentar! 🙂

Falls du noch mehr über meine Pinterest-Geheimnisse erfahren möchtest, dann melde dich für meinen kostenlosen, 7-tägigen E-Mail-Kurs an! Dort erkläre ich dir sämtliche Grundlagen und zeige dir meine Pinterest-Strategie:

Liebe Grüße

Beitragsbild von Bench Accounting via Unsplash.

Ein Gedanke zu „Zielgruppenanalyse: Definiere deine ideale Zielgruppe in 3 Schritten

  1. Hallo Caroline,
    vielen Dank für diesen tollen Post!
    Ich bin totaler Blog-Anfänger und bevor ich bei Deiner Pinterest-Challenge mitgemacht habe, habe ich mir Deine Tipps aus diesem Post zu Herzen genommen und mir ausführlich – und zwar mehrere Tage lang – Gedanken über meine Nische und meine Zielgruppe gemacht. Dabei habe ich mir ganz oldschool wichtige Stichpunkte in eine Kladde notiert, die ich immer dabei hatte, da einem ja die verrücktesten Ideen und Gedanken gerade unterwegs kommen. Und sogar als ich beim Frisör saß, habe ich diesmal nicht wie sonst üblich in Frauenzeitschriften geblättert, sondern mir Gedanken über meine Zielgruppe gemacht und mir Ideen notiert. Dadurch konnte ich vor allem meine Marketing Persona recht schnell eingrenzen. Und das hat mir total geholfen, meinen Pinterest-Account anhand Deiner Pinterest-Challenge wirklich von Anfang an mit Blick auf meine Zielgruppe aufzubauen. Ich bin froh, dass ich Deinen Blog gefunden habe. Ich habe einfach ein gutes Gefühl, mit Dir einen starken und erfahrenen Partner in Puncto Selbstvermarktung und Pinterest an meiner Seite zu haben. Danke, dass Du einem Anfänger wie mir mit wertvollen Tipps hilft, von Anfang an Gedanken zu sortieren und eine klare Linie und Struktur für meinen Blog zu finden.
    Liebe Grüße
    Magdalena

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