Pinterest für Selbstständige & Kleinunternehmer: Mehr Kunden mit Pinterest gewinnen!

Wie ich schon oft berichtet habe, ist Pinterest eine geniale Plattform, um die Reichweite einer Website enorm zu vergrößern. Ich selbst blogge eigentlich auf Madmoisell.com über DIY Tutorials und konnte meine eigene Reichweite mit Pinterest von 1.500 Besuchern/Monat (März 2016) auf mittlerweile 110.000 Besucher/Monat (Juni 2017) vergrößern. Momentan läuft Pinterest komplett von alleine, da ich mit vielen Pins automatisch von Pinterest gefeatured werde und selbst meine Follower-Zahl automatisch jeden Tag mit ca. 100 neuen Abonnenten wächst. Mein Erfolgsrezept? Eigentlich ganz simpel: Ich habe Pinterest einmal strategisch für meinen Blog aufgesetzt (Keywords, Boards organisieren, ein Planer-Tool zum Pinnen verwenden) und das war’s auch schon. 🙂

Doch wie sieht das für Selbstständige und Kleinunternehmer aus? Funktioniert Pinterest hier genauso einfach? Das möchte ich dir in diesem Artikel im Detail erklären.

Schritt 1): Pinterest richtig verstehen

Ganz wichtig ist es, anfangs zu verstehen, dass Pinterest keine Social Media Plattform wie Facebook oder Instagram ist, sondern eine Suchmaschine für Bilder (ähnlich wie Google). Das bedeutet, dass Pinterest-Nutzer in erster Linie nach nützlichen Informationen suchen, die sie im Alltag gebrauchen können. Auf Pinterest kommen also Pins wie „So richtest du dein Wohnzimmer günstig ein“ oder „5 Ideen für den nächsten Kindergeburtstag“ tausendmal besser an, als reine Produktfotos. Das wird von Pinterest auch in der sogenannten „PinFactory“ beschrieben, einem Pinterest-Account, auf dem Pinterest erfolgreiche Unternehmens-Pins teilt. Auffällig ist hier, dass reine Produktfotos kaum eine Rolle spielen und ein Pin viel eher repinnt und geklickt wird, wenn er nützliche Inhalte enthält.
Die Kunst besteht auf Pinterest nun darin, mithilfe von Pins auf einen informativen Blogpost/Artikel zu verlinken, der dann im Optimalfall viral wird und viele Tausende neue Besucher anzieht. Genau deshalb ist es so wichtig, auf Pinterest immer den Content-Marketing-Gedanken zu beachten. Wenn du dir auf Pinterests „PinFactory“ Beispiele von Unternehmens-Pins anschaust, dann wirst du feststellen, dass diese Pins immer auf einen Unternehmens-Blog linken. Und daher macht es wenig Sinn, von Pinterest direkt auf Produktseiten zu verlinken. Pinterest ist jedoch momentan stark dabei, die eigenen Werbe-Funktionen auszubauen, d.h. in Zukunft wird es auch in Deutschland möglich sein, einzelne Pins zu sponsern. Ähnlich wie auf Facebook wird es dann auch möglich sein, einzelne Produkte im Pin-Format an passende Zielgruppen zu bewerben. Wer aber mit einem Unternehmen wirklich organisch auf Pinterest wachsen möchte, dem empfehle ich unbedingt einen Blog, der z.B. an den Online Shop angegliedert ist.

Beispiel: Ich verkaufe Schmuck in einem Online-Shop und nutze reine Produktfotos als Pins , die ich dann mit Link zum Artikel im Shop auf Pinterest pinne. Diese Produkt-Pins haben weitaus weniger Potential, viral zu werden als z.B. eine DIY Anleitung für kreative Schmuckaufbewahrung (die dann die jeweiligen Produkte enthält). Kurz gesagt: Großes Potential haben auf Pinterest nützliche Blogposts, die dem Pinterest-Nutzer bei konkreten Problemstellungen weiterhelfen.

Wichtig ist erstmal, dass du verstehst, dass du als Kleinunternehmer für Pinterest auf lange Sicht einen angegliederten Blog brauchst. Ich kann dir übrigens aus meiner Erfahrung empfehlen, dass sich das nicht nur im Hinblick auf Pinterest lohnt, sondern deine Kunden enorm an dich bindet und längerfristig für mehr Verkäufe sorgt. Du gewinnst durch einen Blog nämlich das Vertrauen deiner Kunden, da du ja nicht nur „verkaufst“, sondern eben auch Hilfestellung und Inspirationen in Form von Blogposts bietest.

Schritt 2): Die Pinterest Basics beherrschen

So, und erst wenn dein Blog steht machen wir weiter mit den Pinterest-Basics. Hier geht’s in erster Linie darum, dein Profil und deine Inhalte für Pinterest zu optimieren, so dass du später eine möglichst hohe Reichweite erzielst. All diese Punkte erkläre ich dir in meinem kostenlosen, 7 tägigen Pinterest-Workshop. Hier kannst du dich ganz einfach anmelden. In erster Linie bespreche ich im Pinterest-Workshop folgende Punkte mit dir:

  • Rich Pins und der Pinterest Business Account
  • Die optimale Pinning-Strategie
  • Der strategische Board-Aufbau
  • Virale Pinterest-Pins erstellen… und vieles mehr 🙂


Bitte hab Verständnis, dass ich diese Punkte hier nicht weiter ausführen werde, da ich damit 10 neue Blogposts füllen könnte. 😀 Wie gesagt gebe ich aber mein gesamtes Wissen in meinem kostenlosen Pinterest-Workshop weiter.

Schritt 3): Produkte sinnvoll auf dem (Unternehmens)-Blog integrieren

Wenn du dich an Schritt 1) und 2) orientierst, dann besitzt du nun zusätzlich zu deinem Online-Auftritt einen Pinterest Account und einen Blog. Jetzt ist die spannende Frage: Was solltest du denn auf deinem Blog zeigen? Wie ich oben schon geschrieben habe, kommen auf Pinterest nützliche hilfreiche Inhalte gut an. D.h. du solltest auf keinen Fall anfangen, wild Produktfotos auf deinem Pinterest-Profil zu verlinken, sondern viel eher neue Besucher von Pinterest mit guten Inhalten auf deinen Blog „locken“ und dann im Blogpost versuchen, deine Produkte sinnvoll zu integrieren.

Mittlerweile nutzen viele große Firmen diese Strategie auf Pinterest. Unter anderem DaWanda, Westwing, Hussel und und zahlreiche Online-Magazine wie Gofeminin, Springlane und Eltern Family. Doch auch für kleine Online-Shops funktioniert Pinterest genial: Ich habe z.B. eine gesamte Pinterest-Strategie für den Online-Shop „Minidrops“ entworfen, der tolle Party-Artikel verkauft. Party-Shops gibt’s viele…. doch was macht Minidrops besonders? Die nützlichen Inspirationen und Infos rund um Party-Deko und DIY Ideen, die auf dem Minidrops Blog vorgestellt werden! In den Blogposts haben wir aktuelle Produkte aus dem Shop in nützlichen Artikeln integriert und diese Blogposts dann in Pinterest-Grafiken verpackt. Auf den ersten Blick klickt der Nutzer auf den Party-Blog, um z.B. eine Idee für DIY Party Deko zu erhalten… und sollte im Optimalfall durch den tollen Blogpost so begeistert sein, dass er im Shop weitere Party-Deko bestellt. Mittlerweile ist Minidrops Pinterest-Profil von 4.000 auf 10.000 Follower gewachsen und verzeichnet viele virale Pins, die perfekt auf die (Party)-Zielgruppe abgestimmt sind.

Beispiel eines viralen Pin (9,8k Repins) von Minidrops. Der Pin linkt auf den Blog des Online-Shops und verweist in der DIY-Anleitung mehrmals auf die Produkte des Shops.

Schritt 4): Deinen Newsletter mit Pinterest aufbauen

Jetzt kommt der nächste, geniale Schritt: Mithilfe von Pinterest kannst du deine E-Mail-Liste super aufbauen! Denn damit verhinderst du, dass dein ganzer Traffic einfach im Sand verläuft und hast eine Kundenliste verfügbar, auf die du immer zurückgreifen kannst. Jetzt kommt meine Frage: Warum sollte sich jemand für deinen Newsletter anmelden? Weil er etwas geschenkt bekommt! 🙂 Diese Strategie nennt sich „Lead Magnet“: Du schenkst deinem neuen Newsletterabonnenten etwas im Austausch für die E-Mail-Adresse.

Als „Lead-Magnet“ kannst du super viele Dinge verwenden: Ein eBook, einen E-Mail-Kurs (z.B. meine kostenlose Pinterest-Challenge), einen Rabattcode, kostenlose Printables…. Der Lead-Magneten sollte natürlich perfekt zum Thema deines Unternehmenw passen, denn du verlinkst ihn zum einen in deinen Blogposts und versuchst, an möglichst vielen Stellen auf deinem Blog (Header, Sidebar, Pop-Ups…) darauf aufmerksam zu machen. Mein Tipp: Du kannst auch in Pinterest-Grafiken auf deinen Lead-Magneten aufmerksam machen. Im besten Fall erzeugst du damit einen viralen Pin, der dir bis zu mehrere Tausend neue E-Mail-Adressen bringt.

Meine Kollegin Linda von Linda loves… hat genau das für ihren Blog geschafft: Als Lead-Magnet hat sie passend zu ihrem DIY Blog ein eBook für selbstgemachte Freundschaftsbändchen angeboten und dieses eBook geschickt in einem Pinterest-Pin integriert. Mit einem einzigen Pin hat Linda es auf über 3.000 neue Newsletter-Abonennten gebracht!

Schritt 5): [Ausblick] Pinterest & Facebook Ads schalten

Und noch ein kleiner Ausblick: Das Geniale an deinem Pinterest-Traffic ist, dass dieser perfekt auf deine Zielgruppe abgestimmt ist. Es klicken ja nur Leute auf deinen Pinterest-Pin, die sich für deine Bloginhalte interessieren. Weil deine Inhalte im Optimalfall auf deine Produkte abgestimmt sind, handelt es sich hier wirklich um eine sehr genaue Zielgruppe. Diese Zielgruppe kannst du nun verwenden, um strategische Facebook-Ads zu schalten. Das teste ich z.B. momentan mit meinem eigenen DIY Blog „Madmoisell“. Und zwar erstellst du dafür auf Facebook ein „Pixel“, das du in deinem Blog einfügst und das dort deine Besucherzahlen misst. Bitte beachte hier die datenschutzrechtlichen Hinweise. Später kannst du diese getrackten Besucher auf Facebook in eine „Custom Audience“ umwandeln und mit passenden Ads zurück auf deinen Blog holen oder mit Produkten werben. Wie gesagt nutze ich diese Strategie momentan mit Video-Ads für meinen DIY Blog und erziele enorme Ergebnisse: Da meine Zielgruppen sehr eng definiert sind (und Facebook so etwas liebt!) habe ich kaum Streuverluste. Das führt dazu, dass ich pro Video-View nur 0,001€ zahle, was extrem günstig ist.

Momentan arbeitet Pinterest in Hochtouren an den Pinterest Ads, die sich sehr stark an den Facebook Ads orientieren. Ich teste mich gerade durch die Ad-Funktionen und halte euch natürlich auch dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten gibt. Fakt ist aber, dass die Pinterest Ads ein großes Potential haben, genauso gut wie die Facebook Ads zu funktionieren. Warum? Weil man auch hier genaue Zielgruppen definieren und Conversion tracken kann. Und so sieht das Interface von Pinterests Ad-Manager aus:

Im Pinterest-Ad Manager wird es die Möglichkeit geben, aus vorhandenen Daten (z.B: Interaktionen mit den eigenen Pins) Custom-Audiences zu erstellen. Aus diesen Custom-Audiences lassen sich wiederum „ActAlike-Zielgruppen“ (wie Facebooks Lookalike-Zielgruppe) erstellen. Wann diese Funktion aber nach Deutschland kommt, ist leider noch nicht bekannt.

Dich hat das Pinterest-Fieber gepackt und du möchtest noch mehr über meine erprobten Pinterest-Strategien erfahren? Dann melde dich für meinen kostenlosen, 7-tägigen E-Mail-Kurs an! Dort erkläre ich dir sämtliche Grundlagen und zeige dir meine ultimative Pinterest-Strategie:

Liebe Grüße

2 Gedanken zu „Pinterest für Selbstständige & Kleinunternehmer: Mehr Kunden mit Pinterest gewinnen!

  1. Die Sache mit den Facebook Pixels muss ich mir nochmal genau anschauen. Bei Pinterest war ich eine Weile aktiv, leider hat das nichts gebracht weil ich es kaum schaffe eigene Pins zu machen 🙁 Naja alles gleichzeit geht halt nicht.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

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