Geld verdienen mit Pinterest: Gebrandete und sponsored Pins für Blogger und Unternehmen

Geld verdienen mit Pinterest… Funktioniert das wirklich? Wie du vielleicht schon weißt, blogge ich eigentlich auf madmoisell.com über DIY-Projekte und nutze Pinterest schon seit langem strategisch, um meinen Blog-Traffic zu erhöhen. Dank Pinterest konnte ich meinen Blog indirekt in ein Business verwandeln, da meine Blog-Reichweite sehr attraktiv für Kooperationspartner geworden ist. Kooperationspartner bezahlen also für die Reichweite auf meinem Blog und genau diese Reichweite erziele ich über Pinterest.

So, jetzt kommt aber der springende Punkt: Nicht nur mit dieser Reichweite kann ich Geld verdienen. Meine Reichweite ist auf Pinterest schon so gut (knapp 1 Mio Aufrufe der von madmoisell.com stammenden Pins pro Tag!), dass ich direkt Pins über Pinterest verkaufen kann. Ich bin quasi zum Pinterest-Influencer geworden. Whaaat? Ja, das funktioniert wirklich. Wie genau du Pinterest-Pins als Blogger verkaufen kannst und als Unternehmen ebenfalls von gesponserten Pinterest-Pins profitieren kannst, möchte ich dir in diesem Blogpost im Detail erklären.

Gebrandete Pins als Blogger und Unternehmen erstellen – Warum du noch heute damit anfangen solltest!

Gebrandete Pins sind Pins, die bestimmte Produkte oder Logos enthalten. Kleines Beispiel, damit das Ganze besser verständlich wird: Ich bin Bloggerin und arbeite mit Joghurt-Hersteller XY zusammen, für den ich z.B. ein Rezept mit Joghurt entwerfe. Im Blogpost werde ich versuchen, den Joghurt so zu integrieren, dass Logo und Hersteller klar erkennbar sind. Um mehr Traffic auf diesen Blogpost zu erhalten, erstelle ich mehrere Fotos und Grafiken  für Pinterest (falls du mit Pinterest noch nicht so fit bist, kannst du sämtliche Strategien in meiner kostenlosen Pinterest Challenge nachlesen). Jetzt wäre es doch aber clever, die Produkte schon in diesen Pinterest-Pins einzubinden. Im Idealfall subtil, so dass das Thema des Blogposts perfekt aufgegriffen wird und die Werbebotschaft des Joghurts unterstützt (Joghurt XY ist frisch und gesund, deine Rezept-Fotos ebenfalls). Und jetzt kommt der Trick, wie du damit als Blogger Geld verdienen kannst: Du verkaufst diesen gebrandeten Pin an den Kooperationspartner. Ich würde z.B. zu Joghurt-Hersteller XY sagen: „Wisst ihr schon, dass meine Pins auf Pinterest täglich knapp 1 Mio Nutzer erreichen? Aufgrund dieser hohen Reichweite empfehle ich euch, zusammen mit einem Blogpost auch einen gebrandeten Pin zu buchen.“ Ich veranschlage also ein Honorar für meinen Blogpost und berechne den gebrandeten Pin extra. Wie du deinen Kooperationspartner am besten davon überzeugst, erkläre ich dir weiter unten. 🙂

Doch gebrandete Pin lohnen sich auch für Unternehmen:

Bis jetzt habe ich nur erklärt, warum sich gebrandete Pins besonders für Blogger lohnen, die schon eine etwas höhere Reichweite auf Pinterest haben. Aber auch für Unternehmen wird Pinterest immer interessanter und ich bin fest davon überzeugt, dass Pinterest in Deutschland stark im Kommen ist. Gebrandete Pins lohnen sich besonders dann für Unternehmen, wenn sie sinnvolle, nützliche Informationen transportieren und gleichzeitig die Markenbotschaft unterstützen (das Beispiel mit dem Joghurt könnte der Joghurt-Hersteller z.B. auch selbst umsetzen. Stichwort: Content Marketing!). Es gibt zwei Möglichkeiten, gebrandete Pins als Unternehmen auf Pinterest zu bewerben: Organisch (also, in dem man von Anfang an versucht, mithilfe von strategischem Pinnen eine gute Reichweite auf Pinterest aufzubauen) und mithilfe von Werbeanzeigen.

Noch gibt es in Deutschland leider keine Möglichkeit, Werbeanzeigen auf Pinterest zu schalten. Ich teste jedoch schon fleißig für euch und denke, dass es auch in Deutschland bald Pinterest-Ads geben wird. Deshalb empfehle ich Firmen, erstmal organisch Reichweite über Pinterest aufzubauen, bis die Werbeanzeigen schließlich eingeführt werden. Warum? Weil du durch den Aufbau organischer Reichweite schon Nutzerdaten sammeln und diese später in Ads verwerten kannst. So wird es beispielsweise wie bei Facebook „Custom Audiences“geben, über die Interaktionsdaten (Repins, Klicks…) ausgelesen werden können. Aus diesen Daten wird man dann wie auf Facebook „Lookalike Audiences“ erstellen können. Wer schon mit Lookalike und Custom Adiences auf Facebook gearbeitet hat, weiß, wie genial diese Funktionen im Vergleich zur herkömmlichen Zielgruppeneingrenzung (anhand von Facebooks eigenen Daten) sind. Deshalb lege ich es jedem Unternehmen sehr ans Herz, Pinterest schon jetzt organisch zu nutzen, um dann später effizient Werbeanzeigen nutzen zu können.

Fallbeispiele gebrandeter Pins

Von Pinterest selbst gibt es einen ganzen Pinterest-Account namens „Pin Factory“, der sich nur mit dem Thema „gebrandete Pins“ befasst.

 

In den USA ist das ganze Thema schon viel verbreiteter, in Deutschland nutzen dagegen nur wenige Unternehmen Pinterest (zu Unrecht!). Einige Unternehmen, die Pinterest jetzt schon erfolgreich in Deutschland nutzen sind DaWanda, Westwing, Hussel und und zahlreiche Online-Magazine wie Gofeminin, Springlane und Eltern Family.

Auf dem Pinterest-Account der Pin Factory kannst du dich durch thematisch kategorisierte Boards klicken, die alle gebrandete Pins enthalten, die von Pinterest als Beispiele empfohlen werden. Ich finde besonders das Board „Food and Drink“ sehr interessant:

 

Was ich besonders erstaunlich finde: Sogar für das Thema „Finanzen“ gibt es in den USA schon viele Beispiele erfolgreicher, gebrandeter Pins:

 

Bei allen Pins ist auffällig, dass immer versucht wird, dem Nutzer nützliche Informationen zu vermitteln. Die Werbebotschaft an sich ist eher versteckt und auf den ersten Blick geht es tatsächlich „nur“ um Rezepte oder Finanztipps. Dazu möchte ich dir auch zwei Beispiele zeigen, die ich besonders gut finde:

Und diesen Pin hier:

 

So, und jetzt stell‘ dir vor, wie genial diese gebrandeten Pins sich eigenen, um sie in Ads zu bewerben! Ich halte dich natürlich auf dem Laufenden, sobald diese Funktion auch nach Deutschland kommt. Dann wird es auch in meinem Pinterest Online-Kurs ein großes Extra-Kapitel zu diesem Thema geben.

Gebrandete Pins: So funktioniert’s als Blogger und Unternehmen

Schritt Nr. 1): Die Themenfindung

Nicht jeder gebrandete Pin ist erfolgreich, es kommt immer ganz darauf an, welches Thema gewählt wird und wie es umgesetzt wird. Meiner Erfahrung nach ist es essentiell, vor dem Erstellen des gebrandeten Pins zu recherchieren, welche Themen sich in der eigenen Nische besonders gut eignen würden. Für meinen DIY Blog weiß ich aufgrund meiner langen Recherche nach viralen Pins und Themen genau, was für meine Zielgruppe am relevantesten ist. Denn sonst kann es sein, dass der Pin nachher (auch bei vielen Followern) im Pinterest-Nirvana verschwindet.

Schritt Nr. 2): Nützliche und hilfreiche Pins erstellen

Auf Pinterest ist es sehr, sehr wichtig, dem Nutzer hilfreiche und nützliche Informationen zu präsentieren. Da ich leider immer noch sehr oft sehe, wie Themen in Deutschland lieblos auf Pinterest verpackt werden (so nach dem Motto „irgendwer wird schon klicken“), weise ich nochmal ausdrücklich darauf hin. Dein Pin MUSS relevant für deine Nutzer sein, er muss hochwertiges Wissen versprechen, für das es sich lohnt, den Pin länger zu betrachten und im besten Fall sogar anzuklicken.

Schritt Nr. 3): Gebrandete Pins richtig aufbauen

Wenn du als Blogger gebrandete Pins erstellst, ist es für den Kooperationspartner wichtig, dass das Produkt gut integriert ist. Ich weiß, nicht alle Blogger möchten, dass Produkte offensichtlich im Content platziert werden, jedoch kenne ich durch meine Erfahrung in einer PR-Agentur auch die Unternehmensseite und spreche hier für Kooperationspartner. Wenn du einen gebrandeten Pin verkaufst, dass muss das Produkt gut sichtbar sein. Das kann entweder direkt im Bild, in einer Collage oder auch (wenn gewünscht) verschwommen im Hintergrund geschehen. Im Idealfall (wie im Joghurt-Beispiel beschrieben) wird die Werbebotschaft des Produktes direkt im Pin perfekt unterstützt (Joghurt XY ist frisch und cremig, Limonade XY zuckerarm und erfrischend). Da ich solche Kooperationen schon selbst über meinen DIY Blog umgesetzt habe, möchte ich dir einige persönliche Beispiele zeigen:

Und noch ein schönes Beispiel:

 

Schritt Nr. 4): Den Kooperationspartner davon überzeugen

Anfangs war es für mich nicht ganz einfach, meine Kooperationspartner davon zu überzeugen, auch einen gebrandeten Pin zu buchen. Leider legen Unternehmen momentan viel zu viel Wert auf Instagram (meine Meinung), wohingegen auf Pinterest die Reichweite (zumindest in meinem Fall) um ein Vielfaches höher ist und es auch für Blogger, die vielleicht keine 100k Instagram-Abonnenten haben, einfacher ist, dort eine gute Reichweite aufzubauen. Wenn ich meine Instagram-Zahlen (30k Follower) mit meinen Pinterest-Zahlen (50k Follower) vergleiche, ist ganz klar auffällig, dass die Pinterest-Reichweite zum einen nachhaltiger ist (Pins zirkulieren mehrere Jahre) und Pins im Verhältnis zu den Followern eine hohe Reichweite aufweisen. Um das mit konkreten Zahlen zu belegen, zeige ich in meinem Mediakit Screenshots meiner Pinterest-Reichweite und weise darauf hin, dass ein gesponserter Blogpost mit gebrandeten Pins auf Pinterest bis zu 500.000 Aufrufe pro Monat verzeichnet, wohingegen viele andere Instagram-Accounts mit einer ähnlichen Anzahl an Abonnenten im Durchschnitt pro Post nur bis zu 30.000 Aufrufe verzeichnen (das sind geschätzte Daten). Ich denke, bei diesen Zahlen wird vielen Kooperationspartnern bewusst, was für ein großes Potential hinter gebrandeten Pins steckt. Ganz wichtig: Ich weise den Kooperationspartner immer ausdrücklich darauf hin, dass ein gebrandeter Pin eine langfristige Investition ist. Das bedeutet, so ein Pin ist nicht wie Instagram, wo ich nach einer Minute schon 100 Likes auf ein Foto bekomme. Vielmehr wird in eine langfristige Sichtbarkeit investiert.

Schritt Nr. 5): Wie viel Geld ist ein gebrandeter Pin wert?

Ich verkaufe gebrandete Pins bei Kooperationen meistens im Paketpreis zusammen mit einem Blogpost. Da gebrandete Pins in Deutschland noch sehr neu sind, versuche ich, mit attraktiven Preisen darauf aufmerksam zu machen, um noch mehr erfolgreiche Fallbeispiele zu sammeln, die ich später anderen Kunden präsentieren kann. Deshalb würde ich den Preis auch an deiner Stelle niedriger ansetzen, als du es sonst vielleicht bei einem Instagram-Post tun würdest. Außerdem verkaufe ich Unternehmen immer ein Paket aus mehreren gebrandeten Pins, damit gegengetestet werden kann, welcher Pin besser läuft. Erfahrungsgemäß kann es nämlich vorkommen, dass Pins schlechter ausgespielt werden, als z.B. andere Pins. Für so ein Paket fange ich momentan bei 150-200€ an. Ich kenne sonst kaum Blogger, die auch gebrandete Pins verkaufen, daher kann ich dir nur meinen eigenen Erfahrungswert weitergeben. Ich schätze aber, dass sich diese Preise noch stark erhöhen lassen, je besser sich gebrandete Pins entwickeln und diese Art von Werbemöglichkeit auch bei Firmen angekommen ist.

So, das war’s erstmal von mir, ich hoffe, dieser kleine Pinterest-Einblick hat deine Lust auf Pinterest entfacht! 🙂 Du möchtest mehr über meine erprobte Pinterest-Strategie erfahren? Dann mach es so wie 1800 weitere Leser und melde dich für meinen kostenlosen, 7-tägigen Pinterest-Workshop an! Dort erkläre ich dir sämtliche Grundlagen und zeige dir mein komplettes Pinterest-System:

Liebe Grüße

3 Gedanken zu „Geld verdienen mit Pinterest: Gebrandete und sponsored Pins für Blogger und Unternehmen

  1. Liebe Caroline,
    sehr interessant. Ich schätze Pinterest wirklich sehr (habe seit 3 Monaten mehr Aufrufe über Pinterest als über Facebook, obwohl ich fast 20 – Mal so viele Facebook-Follower habe).
    Ich schicke auch in Kooperationsanfragen seit Neustem immer eine Pinterest Statistik mit, das mein Follower-Zahl zwar gering ist, aber die Reichweite und die Blogaufrufe über Pinterest enorm sind.
    Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich die gebrandeten Pins entwickeln – denn ganz klar, für mich als Food-Blogger ist Pinterest das wichtigste Medium. Ich finde es gigantisch, dass Pins, die schon Monate alt sind plötzlich viral werden und man einmal Arbeit investiert und ewig davon zehren kann.
    Liebe Grüße
    Sandy

  2. Sehr spannendes Thema, ich hoffe das ich nochmal Zeit finde mehr Pins zu erstellen. Mein Problem ist einfach immer das mir die Zeit fehlt genug eigene Inhalt zu pinnen bzw. zu erstellen. Ich hoffe echt das sich das ändert.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

  3. Hi!
    Danke für den spannenden Beitrag. Nachdem mich das Thema sehr stark an Product Placement erinnert, wundert es mich schon sehr, dass Unternehmen diese Möglichkeit (noch) nicht am Schirm haben. Ich bin da echt gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.
    Was mich noch interessieren würde: Wie gehst du in dem Zusammenhang mit dem doch heiklen Thema Kennzeichnung von Werbung um?
    LG aus Wien
    Karin
    http://www.doiteria.com

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