15 essentielle Dinge, die du bei jedem neuen Blogpost beachten solltest

Als ich vor 4 Jahren mit dem Bloggen angefangen haben, habe ich weder nach Plan gebloggt, noch habe ich mir großartige Gedanken über die Strategie hinter meinen Blogposts gemacht. Mittlerweile hat sich die Blog-Szene so weit entwickelt, dass man über grundlegende SEO-Kenntnisse verfügen sollte und (wenn man das Bloggen ernsthaft betreiben möchte) nicht mehr einfach so „vor sich hin bloggen“ kann.

Seitdem ich meinen DIY Blog Madmoisell auf WordPress relauncht habe und er weit mehr als „nur“ ein Hobby ist, versuche ich, eine grundlegende Routine in jeden Blogpost einzubauen. Dazu zählen die Dinge, die ich vor und während des Schreibens mache. Nach der Veröffentlichung eines jeden Blogposts gehe ich nochmal eine zweite Routine durch, um meinen Blogpost bekannt zu machen und in den Sozialen Netzwerken zu streuen.

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Vor / Während des Schreibens:

1. Themenfindung

Die Themenfindung eines neuen Blogposts ist logisch und geschieht bei mir als allererstes. Meistens habe ich für jeden neuen Blogpost eine Grund-Inspiration (zB. aus Magazinen, von Pinterest oder anderen Bloggern). Ich würde jedoch niemals (!) Ideen kopieren und gehe bei der Themenfindung deshalb folgendermaßen vor: Ich habe beispielsweise eine Grundidee für selbstgemachte Donuts (Bild von Pinterest). Nun überlege ich mir, wie ich diese Grundidee mit einem einzigartigen, neuartigen Element mixen kann. In meinem Beispiel kandierte Gänseblümchen. Mein fertiges Do it Yourself Tutorial war also ein Rezept für Donuts mit kandierten Gänseblümchen. Wichtig bei der Ideenfindung ist, dass man nicht versucht, das Rad neu zu erfinden. Viel mehr sollte man Grundlagen mit einzigartigen Ideen mixen. Ich versuche, mein Thema möglichst gezielt einzugrenzen, damit mein gesamter Blogpost später darum „kreisen“ kann. Wie beim Beispiel Donuts würde ich keinen Blogpost zum Thema „Donuts backen“ schreiben, sondern einen klar definierten Post zum Thema „Süße Mini-Donuts mit kandierten Gänseblümchen verzieren“.

2. Ein effizientes Keyword  oder eine Phrase auswählen

Bevor ich mit dem Schreiben eines neuen Blogposts beginne, wähle ich ein effizientes Keyword oder eine Phrase aus. Dieses Keyword oder die Phrase sollte das Grundthema des Blogposts perfekt widerspiegeln und gut über Google zu finden sein. Mein Keyword binde ich nun aus SEO-Gründen in dem obersten Absatz meines Blogposts, den ALT-Beschriftungen (Erklärung dazu kommt gleich), der URL und meinen Zwischenüberschriften ein.

3. Eine effektive Überschrift mit folgenden Charakteristika schreiben:

  • Deine Überschrift ist überzeugend genug, angeklickt zu werden. Denke immer daran, dass du mit deinem Blogpost versuchst, ein Problem deiner Leser zu lösen!
  • Die Überschrift beinhaltet dein Keyword oder Phrase

Für eine effektive Überschrift ist es wichtig, sie möglichst eng zu schreiben, um damit eine ganz genaue Zielgruppe anzusprechen. Man könnte bei meinem Donut-Beispiel zum Beispiel noch weiter gehen und den Post eingrenzen, so dass nur Mütter mit Kindern angesprochen werden (falls das deine Zielgruppe ist). Dann würdest du statt „DIY Rezept für einfache und leckere Donuts“  zum Beispiel „Backen mit Kindern: Die leckersten Donut Rezepte zum Nachmachen“ wählen.

Auch hier auf Caroline Preuss wähle ich meine Überschriften gezielt aus. Ich würde beispielsweise nicht „Pinterest Tipps“ sondern „Meine ultimativen Pinterest Tipps für Anfänger“ schreiben.

Es ist außerdem hilfreich, Superlative („die leckersten“ statt „leckere“) zu verwenden um das Interesse am Blogpost zu verstärken.

4. Bilder komprimiert und mit ALT-Beschriftungen hochladen

Damit deine Website nicht ewig lädt (denn das mag Google überhaupt nicht!) solltest du deine Bilder verkleinert hochladen. Das mache ich am liebsten mit dem Programm Photoshop, du kannst dafür aber auch Affinity, Gimp oder Adobe Elements nutzen. Außerdem versehe ich meine Bilder während des Exportierens mit ALT-Beschreibungen, die mein Keyword enthalten. Eine ALT-Beschreibung für meinen DIY Blog sähe zB. folgendermaßen aus: „DIY-Rezept-Donuts-backen-verzieren“. Damit habe ich später höhere Chancen, in der Google Bilderbuch gefunden zu werden und Google erkennt die Keywords in der ALT-Beschreibung und lässt sie in das Ranking miteinfließen.

5. Den Text mit Zwischenüberschriften strukturieren

Dein größtes Ziel sollte es neben hochwertigem Content immer sein, den Blogpost so leserfreundlich wie möglich zu strukturieren. Eine gute Struktur erhältst du durch die Verwendung von Zwischenüberschriften. Allgemein gesagt gibt es HTML-technisch verschiedene Überschriften-Typen: H1, H2, H3, H4 usw… Meine Überschrift hat die Signatur H1 und meine Zwischenüberschriften die Signaturen H2. Verwende ich nun noch mehr kleine Überschriften, dann werden diese zu H3. Das muss du aber manuell über einen Button oder den Code selbst festlegen.

6. Eine Grafik für Pinterest erstellen

Ich weiß, viele von euch denken jetzt „Pinterest, was will ich damit?“ Pinterest hat meinem persönlichen DIY Blog in den letzten Monaten dazu verholfen, dass ich von 1.500 Lesern auf 20.000 Leser wachsen konnte und hat ein unglaubliches Potential! Ich habe hier schon öfters von meiner Pinterest Strategie berichtet und kann dir nur empfehlen, eine Grafik, Collage oder Hochformat-Bilder eigens für Pinterest zu erstellen. Ein Beispiel findest du auch in diesem Blogpost, ganz oben nach der Einleitung.

7. Einen Link zu einem alten Artikel einfügen

Ich versuche in jedem Artikel, möglichst am Anfang einen Link zu einem themenrelevanten, alten Artikel einzubinden. Das ist nicht nur gut für das Google-Ranking, sondern hält neue Leser auch auf deiner Seite. Wenn ich in einem Artikel beispielsweise über Pinterest schreibe, dann füge ich einen Link zu einem älteren Artikel über Pinterest ein, um meinen Lesern möglichst viel Information anbieten zu können.

8. Den Blogpost mit einer „Call-To-Action“ oder Frage beenden

Es gibt nichts schlimmeres, als den Leser am Ende des Blogposts mit leeren Händen nachhause zu schicken. Was du nämlich erreichen möchtest, ist folgendes: Neue Leser gelangen via Facebook, Pinterest oder Instagram auf einen deiner Artikel. Nun lesen sie den Artikel durch und werden deinen Blog höchstwahrscheinlich wieder verlassen. Halt! Stopp! Genau damit das nicht so einfach passiert, muss du am Ende eines jeden Posts eine CTA (Call-To-Action) einfügen. Das kann zB. eine offene Frage sein „Und, wie sieht dein ultimativer Donut aus?“ oder eine konkrete Handlungsaufforderung „Verrate mir doch dein liebstes Donut-Rezept, ich bin schon sehr gespannt!“. Damit erreichst du, dass die Leser einen Kommentar hinterlassen und generell enger mit deinem Blogpost interagieren.

9. Den Post SEO-freundlich gestalten

Mein liebstes SEO-Plugin für WordPress nennt sich Yoast. Damit kannst du mit einem Ampelsystem deine Blogposts auf die SEO-Freundlichkeit überprüfen. Yoast zeigt dir zB. an, wie oft du dein Keyword im Text und den Überschriften verwendet hast, wie du deine Meta-Beschreibung gestalten solltest und ob die ALT-Texte deiner Fotos stimmen. Erst, wenn meine Ampel „grün“ anzeigt, wird mein Blogpost auch veröffentlicht.

9. Probelesen nicht vergessen

Ohje, weißt du, wie oft ich schon falsche Links, Rechtschreibfehler oder sogar Fehler in meiner Überschrift übersehen habe? Und das alles, weil ich nicht gründlich genug probegelesen habe. Deshalb: Lieber einmal mehr probelesen, als einmal zu wenig. Damit lassen sich nämlich peinliche Flüchtigkeitsfehler vermeiden.

Nach der Veröffentlichung:

10. Auf Facebook + in relevanten Gruppen teilen

Direkt nach der Veröffentlichung eines neuen Blogposts gehe ich meine Social Media Routine durch. Diese beinhaltet im ersten Schritt das Teilen des Artikels auf meiner Facebook-Seite. Diesen Beitrag auf Facebook teile ich nun in relevanten Facebook-Gruppen (also im Bereich DIY zB. Bastel, Heimwerk und DIY Gruppen). Damit erhöhe ich die Reichweite meiner Facebook-Seite und gewinne neue Leser für meinen Blog.

11. Auf Instagram teilen und Link in die Bio einfügen

Wie ich schon berichtet habe, spielt Instagram eine enorme Rolle für mich. Während ich einen neuen Blogbeitrag vorbereite, erstelle ich meistens ein Bild eigenes nur für Instagram. Diese Bild teile ich nun direkt nach der Veröffentlichung des Artikels und füge einen Direkt-Link zum Post in meiner Instagram-Bio ein.

12. Auf relevanten Pinterest-Boards + in Gruppen teilen

Mein Lieblings-Tool Pinterest nutze ich zum Promoten von neuen Blogposts: Meistens beinhaltet ein Artikel 3 verschiedene Pinterest-Fotos (zB. für meinen DIY Blog eine Making-of Grafik, ein hochformatiges Foto und ein Foto mit Grafiktext), die ich dann zu unterschiedlichen Zeiten teile. Ich teile jedes Pinterest-Foto auf meinen relevanten Pinnwände und auf Gruppen-Boards. Ein DIY für selbstgemachte Geschenke teile ich zB. auf meiner „DIY“ Pinnwand und auf meiner „DIY Geschenke“ Pinnwand) und dann nochmal auf relevanten Gruppen-Boards. Wenn du dich mit Pinterest noch nicht so gut auskennst, kannst du in diesem Artikel das Wichtigste nachlesen.

13. Kommentare beantworten

Oh ja, ein sehr wichtiger Punkt! Sobald der Post online ist, trudeln auch schon die ersten Kommentare ein. Diese gilt es natürlich auch zu beantworten, denn ein Blog lebt ja von der Interaktion mit den Lesern.

14. Nach einigen Wochen: Erneut auf Pinterest teilen

Nach einigen Wochen teile ich meine Fotos nochmal auf Pinterest, bzw. teile diejenigen Pinterest-Fotos (es sind ja ingesamt 3 Stück), die ich noch nicht geteilt habe.

15. Google Analytics Performance auswerten

Wenn der Post einige Wochen alt ist, dann werte ich ihn über Google Analytics aus. Ich achte hierbei darauf, wieviele Klicks der Post bekommen hat und wieviele neue Besucher vom Artikel aus meinen Blog weiterlesen, bzw. gleich wieder aussteigen (Bounce Rate). Außerdem ist es auch interessant, die Performance mit den übrigen Artikeln zu vergleichen und festzustellen, in welche Richtung sich die eigenen Leser noch mehr interessieren.

Falls du noch mehr über meine Pinterest-Geheimnisse erfahren möchtest, dann melde dich für meinen kostenlosen, 7-tägigen E-Mail-Kurs an! Dort erkläre ich dir sämtliche Grundlagen und zeige dir meine Pinterest-Strategie:

Liebe Grüße

Habt ihr noch weitere Tipps oder Gedanken, was man bei jedem neuen Blogpost beachten sollte? Ich bin gespannt auf eure Meinungen! 🙂

Liebe Grüße

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11 Gedanken zu „15 essentielle Dinge, die du bei jedem neuen Blogpost beachten solltest

    • Liebe Brini,

      vielen Lieben Dank für deinen Kommentar! Das freut mich sehr! 🙂
      Jaaa, die Auswertung ist wirklich mega wichtig, das sehe ich bei mir selbst immer wieder.

      LG
      Caro

  1. Toller Post, leider wird es aktuell gar nicht gerne gesehen, wenn man seinen Blog in themenrelevanten Facebook Gruppen teilt :/ das macht das teilen auf social media kanälen natürlich schwer und Leser zu finden noch schwerer.

    • Hallo Silvia,

      Dankeschön für deinen Kommentar. 🙂
      Ja, ich weiß total was du meinst und kenne das Problem mit den Facebook Gruppen.
      Wenn ich etwas von meinem DIY Blog teile, dann versuche ich immer, einen persönlichen Satz an die Gruppenmitglieder zu richten. Ich teile zB. in relevanten Bastel Gruppen dann nicht nur einen Link, sondern lade Bilder hoch und verweise dezent auf meinem Blog. Das funktioniert bei mir eigentlich recht gut.
      LG
      Caro

  2. Hi Caro!
    Das ist mal wieder eine super hilfreiche Liste. Positiv überrascht war ich, dass ich die Dinge tatsächlich schon so mache außer den Punkt 15. Ich schaue schon immer, welcher Artikel am besten funktioniert aber so richtig Rückschlüsse daraus gezogen habe ich noch nicht. Danke dir!!

    Liebe Grüße
    Lisa

  3. Hallo Caroline, fast alles befolge ich ständig. Mein Fazit: Man investiert immer mehr Arbeit in den Blog inkl. Promotion etc und das Outcome wird immer geringer. Ich glaube einfach, dass die Konkurrenz auf dem Blog-Markt mitterlweile so groß ist, dass die ganzen Best Pratices einfach nicht mehr richtig ziehen. Das sind auch Erfahrungen die andere Blogger machen. Was meinst du dazu?

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